16. Oktober 2012

Die Anmerkung ist nachtragend



Es wurde unlängst die Anfrage gestellt, was Zeitungen denn so für Elchbilder abdrücken täten.

Elchbild ist schon mal falsch, denn es handelt sich nicht um eine Testfahrt. Erlkönigbild wäre richtiger gewesen, auch wenn es sich nicht um einen Erlkönig handelte. Wir hatten nachgefragt. Ein bereits existierendes Modell aus dem Hause Audi soll neu beworben werden. Es wurde also ein Werbespot gedreht. Das alles nach 15 Uhr, wenn der Touristenstrom langsam abebbt. Man will ja den Teide bei bestem Sonnenschein und ohne störende Leute drauf abgelichtet haben, bzw. den Teide-Nationalpark schlechthin. Viel Zeit verbleibt nach 16 Uhr nicht, da die Sonne im September schon recht tief steht.

So ein Foto vom Audi war natürlich untersagt, da die Straße abgesperrt war, um Unfälle zu vermeiden. Das ist dann aber eine der Perspektiven, die die Filmcrew ablichten durfte.



Auf der schnurgeraden Straße Richtung Seilbahn haben sie die Rennmaschine für einen Audiotest* mißbraucht. Das Teil wurde mehrfach maximal beschleunigt, um den satten und tiefen Ton als Konserve einfangen zu können. Oben im Bild seht ihr einen Teil des Aufwandes, der für solche einen 20Sekünder betrieben wird. Das, was links wie ein Müllcontainer aussieht, das war das Transportauto für den Audi, denn der durfte natürlich nicht höchstselbst die Serpentinen hochfahren. Er wurde gefahren. Der Audi ist der kleine rote Fleck ganz links im Bild.

Dazu gehören dann noch Cateringtruck und wenigstens 20 Leute, die alle was zu sagen hatten, oder auch nicht.



* Mein Audiotest heute ergab die seit einem RPG-7-Knalltrauma übliche Tinnituskurve. Ab 6 KHz erhebliche Abfall der Hörkurve. War für den Audi unerheblich, der brummt bei weitaus tieferen Frequenzen, die ich wiederum sehr gut hören kann.