6. November 2013

Bundesregierung wußte vom Kunstraub der Zoll-Beamten

Kunstwerk Bitte nicht berühren!

Die Bundesregierung wußte seit langem über den spektakulären Kunstraub Bescheid, bei dem demokratische Raubkünstler im Dienste des deutschen Zoll mehr als tausend Kunstwerke erbeuteten. Hinter vorgehaltener Hand hieß es aus jüdischen Kreisen, man könnte nur einmal totgeschlagen werden. Erst raubten ihnen die Nazis die Kunstwerke, dann die Allierten Kunsträuber und nun Beamte des deutschen Zoll.

Dabei fing es ganz harmlos an, wie der Spiegel den absichtlichen Zufallsfund der Zollbeamten betitelte.

03.11.2013 – 14:10 Uhr Fahnder entdecken milliardenschweren Kunstschatz in vermüllter Wohnung

04.11.2013 – 14:24 Uhr Bundesregierung wusste von Raubkunst-Fund


Hier müssen wir eine kleine Korrektur anbringen. Die Bundesregierung wußte vom Raub, darum, daß es sich um von deutschen Zollbeamten geraubte Kunstwerke handelt. Die Kunstwerke wurden nämlich nicht mal so einfach gefunden.

05.11.2013 – 16:36 Uhr Die lange Jagd nach dem Bilderschatz

Nun wird es doch kleingedruckst. Münchner Raubkunst kein Zufallsfund laut Staatsanwaltschaft. Beamte der Zollbehörde aus München sind offenbar gezielt auf Beutezug gegangen, wie weiland die Nazis und später die Alliirten Kunsträuber, um den Staat mit möglichst wenig Aufwand maximal zu bereichern. War früher auch nicht anders.

06.11.2013 – 07:46 Uhr Alliierte beschlagnahmten Teile des Bilderschatzes

Das Hamburger Kunstmagazin zitiert den nun zuständigen Staatsanwalt über die Zukunft der Kunstwerke dahingehend:

"Wir als Staatsanwaltschaft wollen und werden nicht auf den Kunstwerken sitzen bleiben."

Das walte Hugo. Es legt den Schluß nahe, daß die geraubten Werke alsbald vehökert werden, um das Staatssäckel aufzufüllen.

Hehlerei, die in vollendeten Raub mündete

Wir, die wir als Kleinsparer und Fan der Sparkasse unser Leben fristen müssen, wir halten uns an den Ratschlag der Filiale nebenan und profitieren nicht von Raubkunst, sondern bereichern uns an der quartalsweisen Zins­gut­schrift und schöpfen den Profit durch kostenlose Ein- und Auszahlungen ab, weil man auf einem solchen Konto das Geld lukrativ parken (Sparkasse) kann. Das hat was von ausgleichender Gerechtigkeit.